In Kapitel 2 stand ein Satz, der leicht überlesen wird: Der Button bestimmt, wer wann dran ist. Dieses Kapitel nimmt ihn auseinander — denn wer wann handelt, ist die eine Sache am Pokertisch, die man nicht wählen kann und die trotzdem fast alles entscheidet.
Stell dir zwei Spieler mit derselben Hand vor. Der eine muss als Erster handeln und weiß nichts. Der andere sieht vorher, was alle anderen tun — wer aussteigt, wer mitgeht, wer erhöht.
Der Zweite hat mehr Information für dieselbe Entscheidung. Mehr nicht. Und das reicht: Position ist im Poker Gold wert, weil sie nichts kostet und in jeder einzelnen Hand wirkt.
Am Achter-Tisch hat jeder Platz einen Namen. Sie stehen auf jeder Sitzbox — im Daily Quiz, im Duell und in jedem Trainer, mit genau diesen Kürzeln:
Früh heißt UTG bis MP1: Du entscheidest, bevor sechs andere gesprochen haben. Was du hier spielst, muss stark genug sein, um sechs Antworten zu überstehen.
Spät heißt HJ und BU: Du siehst zuerst, was alle wollen. Deshalb kannst du von hier mit mehr Händen mitgehen — nicht weil die Karten besser wären, sondern weil du mehr weißt.
Die Blinds sind ein Fall für sich. Sie haben vor dem Flop das letzte Wort und danach das erste — der schlechteste Tausch am Tisch, und dafür haben sie schon bezahlt.
Das ist die Stelle, an der es am häufigsten klemmt: die Reihenfolge dreht sich nach dem Flop.
Deshalb ist der Button der beste Platz: in drei von vier Setzrunden spricht er zuletzt.
Sechs Fragen, eine Antwort je Frage — tippe auf den Sitz, den du meinst. Nach jedem Tipp leuchtet der richtige Platz auf, und ein Satz sagt warum.
Die Übung braucht JavaScript. Der Text oben steht für sich — die Plätze kannst du auch ohne sie lernen.
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