Wie spielt man Buben?

Aggressiver, als ihr Ruf vermuten lässt. In 1558 der 3053 durchgerechneten Lagen geht der Solver mit JJ All-in, in 875 geht er mit, in 477 erhöht er — und nur in 143 wirft er sie weg. Die Hand gilt als unspielbar; die Messung sagt etwas anderes.

Die Zahl

Was der Solver mit JJ tutLagenAnteil
All-in155851 %
Mitgehen87529 %
Erhöhen47716 %
Wegwerfen1435 %

Ab 80 % Fold-Anteil gezählt sind es 107 Lagen — 76 davon im Geld.

Warum die Hand trotzdem unangenehm ist

Buben sind die beste Hand, die noch drei bessere Paare über sich hat. Das macht sie unangenehm, aber nicht schwach: gegen eine einzelne Eröffnung sind sie weit vorn, und genau deshalb geht der Solver meistens voran statt abzuwarten.

Erst wenn zwei Gegner Stärke gezeigt haben — Eröffnung und Erhöhung —, kippt es. Und dann fast immer im Geld, wo ein verlorener Flip einen Auszahlungsplatz kostet. Es ist dasselbe Muster wie bei den Damen und bei AK, nur häufiger: JJ foldet siebenmal so oft wie QQ.

Wo die Antwort aufhört

Auch 143 von 3053 sind unter 5 %. Der Ruf der Hand kommt nicht daher, dass man sie oft wegwirft — sondern daher, dass die Entscheidung sich unangenehm anfühlt, selbst wenn sie klar ist.

Alles vor dem Flop. Nach dem Flop mit einem Überpaar-Board ist es eine andere Frage.

Selbst ausprobieren

Buben-Lagen im Trainer spielen Dasselbe Prinzip bei QQ