Sind Suited Aces wirklich so gut?

Nicht alle gleich — und die Reihenfolge ist nicht immer die, die man erwartet. In 26 Lagen spielt A5s weiter, während das viel größere AQs weggeworfen wird. Der Grund ist nicht, dass A5s öfter gewinnt. Er ist, dass es dem Gegner ein Ass wegnimmt.

Die Zahl

Zuerst die Reihe, die keine Überraschung ist: je größer die zweite Karte, desto öfter spielt die Hand.

Blattspielt (von 3053)foldet
A2s7822271
A5s12311822
AJs20131040
AQs2711342

Und dann die 26 Lagen, in denen die Reihe kippt: dort spielt A5s und AQs nicht.

Die Lage, in der es kippt

In diesen 26 Lagen ist die Range, die noch mitspielt, winzig — sechs Blätter. Und A5s steht mittendrin:

Was hier noch spielt — 6 Blätter

QQ, KK, AA, AKs, AKo — und A5s. AQs ist nicht dabei.

Warum das kein Fehler ist

Die Gegner-Range besteht in solchen Lagen fast nur aus Assen und großen Paaren. Gegen die liegt AQs hinten: teilt sich das Ass mit AA und AK, verliert gegen KK und QQ.

A5s liegt auch hinten — aber es nimmt etwas weg. Jedes Ass in deiner Hand ist eines, das der Gegner nicht haben kann; damit schrumpft seine Range um genau die Hände, die dich schlagen. Dazu kommt, dass A5s ein Ass-Paar und eine Straße treffen kann, wo AQs oft nur sein Ass hat.

Es geht also nicht darum, welche Hand hübscher ist, sondern welche dem Gegner mehr wegnimmt. Das ist derselbe Gedanke wie bei den Damen: nicht die Stärke des Blattes entscheidet, sondern gegen was es steht.

Wo die Antwort aufhört

26 von 3053 sind ein knappes Prozent. Das ist eine Ausnahme, die etwas erklärt — keine Regel. In den anderen 3027 Lagen gilt die langweilige Reihenfolge: AQs ist besser als A5s, und A5s ist besser als A2s.

Selbst ausprobieren

Solche Lagen im Trainer spielen Kapitel: Preflop & Ranges